Steuerberater Dipl.-Kaufmann Erik Herr

News: 20-jähriges Jubiläum

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volles Haus, wert(e)voller Vortrag
Anselm Bilgri bei der 20-Jahr-Feier der Steuerkanzlei Erik Herr

Dichtes Gedränge herrschte am 28. April in der Katholischen Akademie in Freiburg: Der Grund: Anselm Bilgri, Priester, Philosoph und Unternehmensberater sollte einen seiner viel beachteten Vorträge halten. Ein zweiter: Erik Herr feierte das 20-jährige Bestehen seiner Steuerberaterkanzlei und das ließen sich Mandanten, Interessierte, Journalisten und bekannte Namen aus der Freiburger Geschäftswelt nicht entgehen.

Herr fing 1987 mit nur einem Mandanten an, Eberhard Feik, den meisten besser bekannt als Thanner, der kongeniale Partner von Schimanski alias Götz George. Heute betreut sein neunköpfiges Team rund 300 Mandanten. Herr hatte im vergangenen Herbst an den Andechser Exerzitien für Manager teilgenommen und sich hernach intensiv mit der Benediktregel befasst. So kam es zu der Idee, den ehemaligen Benediktinermönch zu gewinnen.

Bilgri referierte in seiner „Freiburger Rede“ über „Unternehmensethik als Basis für nachhaltigen Erfolg“, betont, dass Werte das zentrale Thema in vielen kleinen und großen Unternehmen sind und dass sie künftig immer wichtiger werden: „Bei immer verwechselbareren Produkten und Dienstleistungen wird die Unternehmenskultur eine zunehmend große Rolle spielen.“

Bilgri, Gründer des Zentrums für Unternehmenskultur in München, plauderte aus dem Nähkästchen, etwa als er erzählte, dass ein großer Maschinenhersteller mal einen kanadischen Indianer zur Animation seiner Mitarbeiter engagiert habe oder dass der zwischenzeitliche BMW-Chef Wolfgang Reitzle mal das eingesessene Weißwurst-Frühstück seiner Mitarbeiter gestrichen hatte – um hernach festzustellen, dass die Teams einen Rahmen bräuchten, um sich ungezwungen miteinander auszutauschen - wurde aber auch ernst, wenn er die drei Grundwerte erfolgreichen unternehmerischen Handelns in Gehorsam (das eifrige horchen), Demut (dienen wollen) und Diskretio (die Gabe der besonnenen Unterscheidung) identifizierte. Für jeden Unternehmer sei es wichtig, seine Mitarbeiter genau unterscheiden zu können, ihre Stärken und Schwächen zu kennen, sie zu fragen, „wer fragt, der führt“, und nicht immer alleine für die Innovation, die „immer an den Grenzen stattfindet“, zuständig sein zu wollen. Ein guter Unternehmer müsse fachliche, soziale aber eben auch ethische Kompetenzen haben. Am Ende berichtete der Bundesverdienstkreuzträger noch, dass es Ratzinger war, der ihn seinerzeit zum Priester geweiht habe („Wichtig ist ja nicht, dass ich Ratzinger kenne, sondern, dass er mich kennt.“) und ihm dabei einen Rat gegeben habe, den er den 180 Zuhörern und auch dem Veranstalter Herr nun ebenso mit auf den Weg geben wolle: „Bewahren Sie sich die Hilaritas, die heitere Gelassenheit.“

Später, bei Häppchen und lockerem Plausch wurde dies sofort in die Tat umgesetzt und ein Gesprächsthema war dabei auch, dass es für einen Steuerberater schon etwas ungewöhnlich ist, so einen Mann wie Bilgri nach Freiburg zu holen. Doch langjährige Mandanten wissen, dass Erik Herr und sein Team nicht erst seit gestern gerne mal über den Tellerrand schauen.

Lars Bargmann 30.04.2007

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